Ich glaube

Ich glaube (dass)

  • alles, was die Propheten und Apostel und unser Herr selbst in den 66 Büchern der Bibel geredet haben (Lk 24, 25).
  • der leidende Christus in unser Leben kommt, um uns zu vergeben, uns von unserer Schuld rein zu waschen und Frieden mit Gott zu bringen.
  • der auferstandene und erhöhte Christus uns vor und beim Vater vertritt, für uns eintritt und uns rechtfertigt.
  • der verherrlichte Christus unser Leben mit seiner Herrlichkeit füllt, wie die Wolken- und Feuersäule das Heiligtum erfüllt, das Feuer der Heiligkeit Gottes auf das Opfer Elias fällt und die Flammen der Taufe mit Feuer (Mt 3, 11; Lk 3, 16; Apg 2, 3) auf die Jünger herabkommen.

Jeder Christ wird schon bei seiner Wiedergeburt mit dem Heiligen Geist getauft und in den Leib Christi hineingetauft und er eines Geistes mit seinem Herren.

Heiligung geschieht zum ersten Mal bei unserer Bekehrung, wenn wir gereinigt, für Jesus abgesondert und sein Eigentum werden und in unserem innersten Wesen neu und heilig werden (1 Kor 6, 11).

Heiligung nach der Bekehrung ist aber auch ein fortwährender Prozess ist, der uns von den Gebundenheiten an die Welt und Sünde und unser altes Wesen löst und uns für Gott reinigt und weiter absondert und tauglich macht für seinen Dienst (1 Thess 4, 3; Hebr 12, 14).

Heiligung hat ein Ziel und einen Abschluss, bei der sie vollendet ist, wie eine Schullaufbahn und Ausbildung – und das in diesem Leben und potentiell nach einer relativ kurzen Lehrzeit.

Denn wir können uns von aller Befleckungen des Fleisches und des Geistes reinigen und die Heiligung in der Furcht Gottes vollenden (2 Kor 7, 1).

Wir können durch und durch, ja völlig geheiligt werden durch unseren treuen Gott (1 Thess 5, 23-24), der uns heiligt (3 Mose 20, 8; Joh 17, 17-19) und unsere Heiligung ist (1 Kor 1, 30).

Diese völlige Heiligung durch und durch ist das Ziel aller Lehre Jesu und der Apostel (1 Tim 1, 5).
Sie besteht in Liebe, die aus einem reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben kommt. Es ist eine übermenschliche, übernatürliche Liebe (1 Kor 13) , die nicht aus uns, sondern aus Christus kommt (Joh 17, 26; Eph 3, 14-21). Diese Liebe entspringt aus einem reinem Herzen (Mt 5, 8) seit unserer Bekehrung und Gottes Liebe in uns  kann vollkommen werden (1 Joh 4, 18).

Nur wer so geheiligt ist, hat durch das Blut Christi Freimut zum Eintritt ins Allerheiligste. Er geht vom Heiligtum im Dienst und in der Nähe Gottes ins Allerheiligste zu Gott und in seine allerheiligste Gegenwart vor den Gnadenthron. Jetzt ist das Gesetz Gottes völlig in seinem Herzen, der Bundeslade, und Jesus ist wirklich Herr, der über sein Herz uneingeschränkt regiert. Er bringt fortwährend ohne Aufhören Frucht wie der Stab Aarons und sein Manna wird nicht schlecht. Der Strom lebendigen Wassers fliesst aus seinem Heiligtum und Christus ist ihm alles.

Erst wer sein Kreuz auf sich nimmt und Christus völlig nachfolgt und so, wie Christus am Kreuz für unsere Sünde starb, sich selbst und seinem eigenen alten Wesen und der Sünde stirbt, wird auch diese Auferstehungskraft Christi in seiner Seele erfahren. Alles für alles. Ein solcher Christ hat Gott wie Abraham gezeigt dass er Gott mehr liebt und vertraut als alles. Ab jetzt wird Gott ihm Sieg über seine Feinde geben, über alle Feinde. Und er wird das Tor seiner Feinde besitzen.

Ja, wer Christus mehr liebt als alles, wer Christi Wort und seiner Kraft mehr vertraut als allen seinen eigenen Anstrengungen, dem wird sich Christus zum zweiten Mal und tiefer offenbaren (Joh 14, 21). Christus und der Vater werden in Herrlichkeit Wohnung in ihm nehmen (Joh 14, 23). Der Heilige Geist wird nicht nur seinen Geist, sondern sein ganzes Wesen durchdringen (Joh 14, 17). Christus offenbart einem solchen Christen den Namen des Vaters, damit die Liebe das Vaters ganz ihm ihm ist und Christus ganz in ihm (Joh 17, 26).

Fortan kann der Christ bewusst in Christus bleiben (Joh 15, 4-5), dem Weinstock, der ihn mit allem versorgt, was er braucht. Dieser Christ ist rein geworden, wie Christus rein ist (1 Joh 3, 3), die Liebe Gottes ist in ihm vollkommen worden (1 Joh 2, 5). Er lebt, wie Christus gelebt hat (1 Joh 2, 6), er gehorcht den Geboten Christi so, wie Christus den Geboten seiners Vater gehorcht hat (Joh 15, 10) und bleibt so in der Liebe Christi, wie Christus in der Liebe des Vaters blieb, denn Christus hat ihn wahrlich vom Tun der Sünde freigemacht (Joh 8, 31-36). Erst durch diesen völligen Gehorsam wird die Freude dieses Christen völlig (Joh 15, 11) und er wird befähigt, die Werke Christi und größere zu tun, weil Christus zum Vater gegangen ist (Joh 14, 12). Mit zweimal wahrlich bestätigt Christus diese Wahrheit. Jetzt fliessen Ströme des lebendigen Wassers aus dem Leben dieses Christen (Joh 7, 38). Er ist vollkommen (Phil 3, 15) und wie sein Meister geworden (Lk 6, 40).

Gott ist Licht und in ihm ist keine Finsternis (1 Joh 1, 5). Jetzt ist auch dieser Christ völlig Licht geworden (Lk 11, 36). Seine Frucht besteht aus lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit (Eph 5, 9). Deshalb wandelt er auch nur noch im Licht, denn er hat alle Werke der Finsternis abgelegt.

Er hat den alten Menschen völlig ausgezogen (Eph 4, 22; Kol 3, 9) und den neuen Menchen völlig angezogen, der nach dem Willen Gottes geschaffen ist: in Gerechtigkeit und wahrer Heiligkeit (Eph 4, 24).

Obwohl er jeden Augenblick versucht werden und auch jederzeit fallen kann (1 Kor 9, 27; 10), bewahrt dieser Christ sich durch die Gnade Gottes in der Liebe Gottes (Jud 1, 21, 24), vor Götzen und vor dem Bösen (1 Joh 5, 21; Mt 6, 13+ 2 Tim 4, 18). Er wacht und betet jederzeit (Eph 6, 18), Christus ist sein Leben und sein Sterben Gewinn (Phil 1, 21). Der in der Gottes- und Nächstenliebe vollkommen gewordene Christ liebt nicht mehr diese Welt und liebäugelt nicht mehr mit ihren Verlockungen (1 Joh 2, 15).  Er hat der Sünde bis aufs Blut widerstanden (Hebr 12, 4) und tut das Gesetz fortwährend (1 Joh 3, 6; Joh 8, 36) und es ist leicht für ihn (1 Joh 5, 3), denn durch den Geist hat er Sieg und tötet fortwährend die aufkommen wollenden Taten des Fleisches (Röm 8, 9-13). Er herrscht jetzt wahrlich im Leben durch die Gnade Christi (Röm 5, 17) und er hat ständigen und völligen Sieg (2 Kor 2, 14), er lebt undadelig und heilig in allen Dingen (1 Thess 2, 10). Er verunreinigt sich nicht mit den Dingen dieser Welt oder irgendwelchen Götzen (Jak 1, 27), sondern folgt Christus einfältig nach, untadelig (Offb 14, 4). Er ist Teilhaber der göttlichen Natur geworden (2 Petr 1, 4) und Erbe aller göttlichen Verheißungen, die in Christus für ihn Ja und Amen geworden sind (2 Kor 1, 20). So ist er vollkommen geworden, wie sein Vater im Himmel vollkommen geworden ist (Mt 5, 48). Dieser Christ tut durch das Leben und die Gnade Christi in ihm das ganze Gesetz Gottes, alles was Christus gelehrt hat und hat allein die Vollmacht und Autorität, das Gesetz Gottes ohne Abstriche zu lehren, ohne sich dabei selbst zu verdammen (Mt 5, 19; 28, 20; 1 Kor 9, 27).

Dieser Christ ist ein Gott völlig hingegebener Nasiräer mit übermenschlicher göttlicher Kraft (4 Mose 6, 2; Mt 13, 54; Apg 1, 8). Wie  Kaleb und Joshua hat er das verheißene Land Gottes im Glauben an Gottes Sieg betreten (4 Mose 14, 30). Solange er Gott alle Ehre dafür gibt und nichts vom Siegesruhm für dich selbst nimmt, hat und bleibt er im Sieg. Aber eine einzige Untreue Gott gegenüber bringt Niederlage und den geistlichen Tod ins Lager (Jos 7, 1; Apg 5, 1). Nur durch Buße, Umkehr und Bereinigung kann er zum alten Siegesleben zurückkehren. Wenn er es tut und dabei bleibt, gehört ihm jeder Fußbreit des Landes vor ihm, das Gott ihm gegeben hat und kein geistlicher Feind kann vor ihm bestehen alle Tage seines Lebens, so hart der Kampf auch toben mag (Jos 1, 5). , denn die Heiligkeit Gottes, in der er lebt ist eine feurige Wand um ihn herum (Sach 2, 9). Gott streitet für ihn, Jesus, dem alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben ist (5 Mose, 1, 30; 1 Kor 15, 57). Jeder Goliath fällt vor ihm, jedes übermächtige feindliche Heer wird durch himmlisches Eingreifen in die Flucht geschlagen (2 Mose 23, 27). Bleibt er nicht allein, potenziert sich seine Siegeskraft noch – fünf  schlagen hundert und hundert schlagen Zehntausend (3 Mose 26, 8). Wenn das ganze Volk Gottes endlich an seiner eigenen Kraft zerbricht und nur noch auf Gottes Kraft vertraut, wenn es ein armes, geringes Volk in sich selbst ist, dann wird Gott es erfüllen und mit seiner Siegesmacht für sein Volk streiten. Der Geringste von Ihnen wird sein wie David und das Volk Gottes wie Gott selbst, wie der Engel Gottes vor ihnen her (Sach 12, 8;  Joh 17, 20-23).

Auch wenn das Volk Gottes so geistlich von Sieg zu Sieg geht, ist es doch zum Leiden berufen im Zeugnis für seinen Herrn (Joh 15, 20; Offb 6, 11). Und während und nachdem es sein Zeugnis ausrichtet, wird der Feind Gottes rein äußerlich – nicht innerlich – das Volk Gottes überwinden (Offb 13, 7). Aber in Wirklichkeit überwinden sie ihn, den Bösen, reingewaschen durch das Blut des Lammes lieben sie ihr Leben nicht bis in den Tod und folgend Christus auch in seiner Erniedrigung ganz nach (Offb 12, 11). So werden sie erlöst und verherrlicht werden (2 Tim 4, 18; 1 Petr 1, 9). Und sie werden sich mit immerwährender Freude als Überwinder freuen (Jes 61, 7) und das Reich mit Christus einnehmen und mit Christus für immer regieren (Offb 22, 5).