Aus Glauben

© Heino Weidmann Hat Gott wirklich? gesagt – 95ThesenTeil2.de zu deinem Sieg über die Sünde durch Jesus Christus, Teil 5  Heilig leben und lieben: Das ist der Weg – Aus Glauben, epubli.de, 2021.

Aus Glauben

Durch den Sündenfall im Paradies von Adam und Eva hat die Menschheit alles verloren, was sie hatte: Unschuld, Gemeinschaft mit Gott, das ewige Leben, den Garten Eden. Ihre Nacktheit war vorher kein Problem gewesen. Jetzt weckt ihre Nacktheit ihre Scham vor Gott und ruft nach Bedeckung. Und Gott gebraucht Tierfelle, um ihre Scham zu bedecken.

Schon durch Kain und Abel erfahren wir, wie es wieder möglich ist, in Gemeinschaft mit Gott zu kommen: Nicht durch eigene Werke, wie Kain, sondern nur durch ein stellvertretendes Opfer, wie Abel es Gott im Glauben darbrachte (Hebr 11, 4). Auf Abel folgten Henoch (Hebr 11, 5) und Noah (Hebr 11, 7). Sie glauben Gott und nehmen ihn beim Wort und erfahren sein rettendes Handeln.

Dann wird Abraham von Gott besonders erwählt. Die ganze Menschheit soll durch den Glauben Abrahams gesegnet werden und vom Glauben Abrahams lernen (1 Mose 12-25; Joh 8, 39; Apg 3, 25; Römer 4; Gal 3, 6-29; Hebr 6, 13; 11, 8; Jak 2, 21-23; 1 Petr 3, 6).

Wir sehen drei Phasen eines gottwohlgefälligen Glaubens bei Abraham.

  1. Abram glaubt Gott und zieht aus seiner Heimat aus. Abram beginnt, Gott nachzufolgen (1 Mose 12).
    Das entspricht unserer heutigen Bekehrung und Wiedergeburt
    (Mt 8, 22; Lk 14, 33; 2 Kor 5, 17)
  2. Abram glaubt Gott, obwohl er nicht sieht, was Gott versprochen hat. Und diesen Glauben rechnet Gott dem Abraham als Gerechtigkeit an (1 Mose 15, 6).
    Hier sehen wir im Bild unsere Rechtfertigung aus Glauben (Röm 4).
  3. In seine Rechtfertigung spricht Gott die Berufung Abrahams zu einem vollkommenen Leben aus (1 Mose 17, 1). Und diese Vollkommenheit ist eng mit der Beschneidung Abrahams für Gott verbunden, in der Abraham Gott den intimsten und empfindlichsten Teil seiner Persönlichkeit geben soll. Das ist der Anspruch Gottes (1 Mose 17, 9).
    Auch an uns Christen ergeht der Ruf Christi: Liebt mich mehr als alles andere (Lk 14, 25-35) und seid vollkommen (Mt 5, 48) und unsere wahre und innere Beschneidung äußert sich im Halten der Gebote Gottes (Röm 3, 17ff).
  4. Abraham glaubt und gehorcht Gott. Abraham folgt dem Ruf zur Vollkommenheit Gottes. Er gibt Gott alles, was ihm lieb ist. Abraham gibt Gott die Verheißung zurück, die er von Gott empfangen hat: Seinen geliebten Sohn Isaak. Gott ist Abraham wichtiger, als seine Gaben. Abraham liebt Gott über alles und lebt sein Beschnittensein aus (1 Mose 22). Er ist bereit, seinen einzig geliebten Sohn Isaak für Gott in den Tod zu geben. Gleichzeitig rechnet Abraham mit der Auferstehungskraft Gottes (Hebr 11,19). Solch ein Glaube bekommt neben allen anderen Segnungen auch den Sieg über seine Feinde zugesprochen (1 Mose 22, 17).
    Und auch wir: Wenn wir unser Liebstes Gott hingeben, wenn wir Jesus mehr ehren, als irgendetwas anderes in unserem Leben, wenn wir angesichts der Unmöglichkeit Gottes Gebote zu erfüllen glauben, dass Jesu Auferstehungskraft in uns tun kann, was wir nicht schaffen, dann werden wir den Sieg über unseren Erzfeind erleben: Die Sünde (siehe alle Ausführungen in diesem Teil 5 dieses Buches).

So macht Gott schon durch Abraham klar:

Alles, was wir je auf dieser Erde von Gott bekommen können, ist aus Glauben. Keine eigenen Anstrengungen, keine eigenen Werke bewirken den Segen Gottes. Es geschieht alles aus der Gnade des Berufenden und auf unsere Antwort des Glaubens hin, aus Glauben an unseren Gott, der zu tun vermag, was er zusagt.

Und so ist es auch mit der Erlösung:

Keine eigenen Werke irgendeiner Art können uns die Vergebung unserer Sünden sichern. Das kann nur der Glaube an das kostbare Blut Jesu Christi als eines fehlerlosen Opferlammes (Eph 2, 13; 1 Petr 1, 2).

Und so ist es auch mit unserer völligen Heiligung und dem Sieg über unsere Feinde:

Den Sieg schenkt alleine Gott. Und er schenkt ihn dann, wenn wir Gott alles geben und ihm nichts vorenthalten. Keine Werke irgendeiner Art sonst können uns den Sieg bringen, den wir so ersehnen. Keine einzige eigene Anstrengung macht uns würdig, heilig, liebend und rein wie Jesus. Das kann nur das Blut Jesu, siebenmal auf den Vorhang unseres Herzens und des Allerheiligsten gesprengt bei dem, der Jesus über alles liebt.

Glaubst du das?

Glaube ist das absolute Vertrauen auf das, was Gott sagt und zusagt. Und Glaube ist unsere innere und äußere Antwort auf das Reden Gottes, die uns zur Überzeugung führt, das stimmt, was Gott sagt und die unser Denken und Handeln in Bewegung setzt, entsprechend seinem Wort zu handeln.

Die Kenntnis von Gottes Wort und Willen sind dabei entscheidend.

Hebr 10, 17 N
Der Glaube kommt also aus dem Hören der Botschaft und die Verkündigung aus dem Wort von Christus.

Siehe, heute ist der Tag des Heils.
Siehe, dieses Buch verdeutlicht die biblische Botschaft:

Jesus ist der Sieger über die Sünde, auch in deinem Leben.

Christus will dich mit seinem Auferstehungsleben beschenken.
Nur Jesus mit seiner Lebenskraft kann in dir schaffen, was dich vor ihm wohlgefällig macht.

Wenn etwas nicht gepredigt wird, kann es nicht geglaubt werden.

Und was nicht geglaubt wird, kann nicht erfahren werden.

Siehe hier ist Gottes Wort. Glaube, dass Gott auch dich meint. Und du wirst das gute Land aus Glauben in Besitz nehmen.

Glaubst du inzwischen, wie gut es Gott auch mit dir meint?

Ich bin überzeugt, dass du inzwischen glaubst. Und ich bete, dass über kurz oder lang die ganze Christenheit diese gute Botschaft glaubt:

Christus befreit uns von der Schuld der Sünde

UND

Christus befreit uns von der Macht der Sünde.

Beides zu erfahren ist nur aus Glauben möglich.
Ja, unser Glaube wird uns heilen und uns von unserer Sündenkrankheit gesund machen. Und (nur) unser Glaube an den bewahrenden Gott wird uns beständig in diesem Heil bewahren.

Wird Jesus einen solchen Glauben in seiner Gemeinde finden? Von Norden, Süden, Osten und Westen werden zu Jesus kommen, die das glauben. Und wer glaubend zu Jesus kommt, den wird er nicht abweisen und nicht ausstoßen, sondern die innigste Gemeinschaft mit ihm haben. Vater und Sohn werden im Geist Wohnung bei solchen Gläubigen machen wie nie zuvor. Und sie werden Christus und die Liebe des Vaters erkennen – und erfüllt werden zur ganzen Fülle Gottes. Glaubst du das?

Ja, ich glaube, dass du der Christus bist Jesus. Du bist auch mein Retter von der Macht der Sünde. Und weil ich glaube, werde ich die Herrlichkeit Gottes sehen, auch in meinem Leben. Und mein Angesicht wird leuchten, und nicht mehr beschämt werden. Denn ich weiß, wem ich vertraue. Und als der Höchste wird er und er allein in meinem Herzen regieren. Ohne jeden Konkurrenten. Allein die Vergebung im Vorhof war schon so gut, erkauft durch dein teures Blut. Doch der Eintritt ins Allerheiligste ist noch so viel besser, erkauft durch den Stich in d/m ein Herz mit dem Messer. Siebenmal sprengst du mich ein, so werd‘ ich endlich völlig rein und ich kann in dir heilig sein. Zum Freund, der dein, erhebst du mich, wenn deinen Willen tue ich. Den Willen des Vaters – so wie du – ich fortan durch dein Wirken tu‘. Der Himmel kommt auf diese Erde, wenn so dein Heiligtum ich werde. Die Wolke füllt dann dieses Haus, sie bleibt und wirft die Sünde raus. Und mächtig bist du zu bewahren dies anvertraute Gut mir Armen. Auf deine Treue zähle ich, allein dein Wirken rettet mich. Bekennen tu´ ich liebend gern – alles kommt von meinem Herrn.

Erlösung
Weisheit
Heil und Kraft,
die Heiligung die Reinheit schafft

sie sind gegeben mir zugut. Mein Herz voller Gewissheit ruht in deinem Schrei „Es ist vollbracht“ der auch beendet meine Nacht. Das aussichtslose Fleisches Ringen geht über in ein himmlisch´ Singen. Gott ist noch besser als ich dachte, vollkommen in Christus er mich machte. Mein Lied erhebt den höchsten Gott, der mich erlöst aus meiner Not und gab den Sünder in den Tod, um neues Leben aufzuwecken, in dem sich Wort und Tun ganz decken. Drum geb‘ dem Gott des Himmels ich Ehre, dass all dies seinen Ruhm vermehre. Die Welt soll sehn´ er ist der Herr, so herrlich ist sonst keiner mehr. Gott allein ist wirklich gut, ich geh´ voran mit Glaubensmut!

  Amen.