Verlorenheit und 2 Heils-Stufen im Neuen Testament

© Heino Weidmann Hat Gott wirklich? gesagt – 95ThesenTeil2.de zu deinem Sieg über die Sünde durch Jesus Christus, Teil 3  Gesamtbiblische Betrachtungen – Wachstum oder eine neue Schöpfung? – Heilszeiten, Gnadenstände, Übergänge, Stufen – Verlorenheit und 2 Heils-Stufen im Neuen Testament, epubli.de, 2021.

Verlorenheit und 2 Heils-Stufen im Neuen Testament

Und nun stellt sich nun mit Recht die Frage, ob auch das Neue Testament mit Lehre und Bildersprache bestätigt, dass es genau diese drei Phasen und zwei Übergänge im Plan Gottes gibt, so wie in der Übersicht am Ende des Kapitels aufgezeigt. Nach allem, was wir schon untersucht haben, würden die Phasen oder Abschnitte dann so aussehen:

  • Der verlorene Sünder steht unter dem Zorn Gottes.
  • Durch Gottes Gnade mittels des Glaubens an Jesus, das unschuldige Opferlamm Gottes, werden Sünder gerettet.
  • Der bekehrte Sünder wird zum gerechtfertigten Heiligen, in dem Fleisch und Geist miteinander streiten. Er hat sich von der Welt getrennt, trägt aber noch nicht ausschließlich gute Früchte.
  • Durch die völlige Heiligung in der Erkenntnis Christi wird der Christ vollkommen in Christus.
  • Solange der ganz geheiligte Mensch in Christus bleibt, herrscht er durch den Geist über das Fleisch und siegt und trägt reiche Frucht.

Ist das so? Gibt es wirklich einen Übergang von der Rechtfertigung zur Vollkommenheit in Christus, gibt es ein Leben jenseits der Rechtfertigung als Christ in diesem Leben? Gibt es drei Zustände, in denen wir uns als Menschen befinden können und zwei markante Übergänge?
Das hat dieses Buch bis jetzt untersucht, und das wollen wir weiter untersuchen. Welche weiteren Hinweise wird uns das Wort Gottes dafür im Neuen Testament geben? Bei näherem Hinsehen werden wir fündig.

Es gibt für die Gläubigen im Neuen Testament mindestens zwei Taufen: Die Taufe mit Wasser und die Taufe mit dem Heiligem Geist und die Taufe mit Feuer.

Die Wassertaufe steht als äußeres Zeichen für den Beginn des Glaubenslebens. Gott vergibt uns unsere Schuld und wäscht uns von ihr rein. Wir bezeugen, dass wir unser altes Leben ohne Gott hinter uns gelassen haben und jetzt ein neues Leben führen. Und wir bitten Gott um ein gutes Gewissen. Gott schenkt uns neues Leben. Und durch die beständige Fürbitte Jesu dürfen wir befreit als Kinder Gottes leben.

Die Taufe mit dem Heiligen Geist mag bei der Wiedergeburt oder auch separat danach stattfinden. Vieles deutet aber darauf hin, dass sie zeitgleich mit der Bekehrung geschieht.

Denn:
1) wer Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein (Röm 8, 9)
2) wir werden bei unserer Wiedergeburt in den Leib Christi hineingetauft. Wir werden alle mit einem Geist getränkt (hineingetaucht) (1 Kor 12, 13). Hier ist die einzige Stelle in den Lehrbriefen, die den Begriff Taufe noch einmal ohne Bezug zur Wassertaufe aufgreift, dafür mit Bezug zum Geist Gottes.
3) der bei der Bekehrung empfangene Heilige Geist ist bereits der Geist der Verheißung (Apg 2, 38).

Die Taufe mit Feuer aber kommt nach Gottes Plan immer erst nach der Wassertaufe und nach der Taufe mit dem Heiligen Geist: „Der mit dem Heiligen Geist UND MIT FEUER TAUFT“ heißt es – und nicht andersherum. Das Feuer Gottes ist das Symbol für die Heilige Gegenwart Gottes, in der nichts Fleischliches bestehen kann, für sein endgültiges Gericht, für sein absolutes Wohlgefallen und für seine Vollmacht. Gott richtete die Welt erst durch Wasser und wird sie einst mit Feuer richten. Gott offenbarte sich Israel erst nach ihrer Wassertaufe auf Mose als der heilige Gott am brennenden Berg Gottes. Elia, der Mann Gottes, rief das heilige Feuer Gottes vom Himmel auf sein bereits von Wasser getränktes Opfer herab. Diese Offenbarung der feurigen Heiligkeit Gottes war so eindrücklich, das das abtrünnige Volk Gottes wieder zu Gott umkehrte. Die Jünger wurden erst nach Ostern und nach der Auferstehung Jesu zu Pfingsten mit dem Feuer Gottes getauft und bekamen Vollmacht, dass Tausende sich bekehrten. Die Taufe mit Feuer steht für Heiligkeit und Vollmacht – deutlich nach der Bekehrung. Das ist in der Weltgeschichte so, das ist beim Volk Israel so, und das war bei den Jüngern Jesu so. Erst das Wasser, dann das Feuer.

Jesus kannte zwei Phasen in seinem Dienst.

Diese Phasen sind in ihren Parallelen zu den geschichtlichen Phasen des Volkes Israels überwältigend.

Die erste Phase im Leben Jesu begann, als Jesus – obwohl sündlos – sich als Zeichen seiner Hingabe an den Willen und den Dienst des Vaters mit Wasser taufen ließ.

Lk 3, 21-22; 4, 1 E
Es geschah aber, als das ganze Volk getauft wurde, und Jesus getauft war und betete, dass der Himmel aufgetan wurde, und der Heilige Geist in leiblicher Gestalt, wie eine Taube, auf ihn herabstieg, und eine Stimme aus dem Himmel kam: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden. … Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kehrte vom Jordan zurück und wurde durch den Geist in der Wüste vierzig Tage umhergeführt, indem er von dem Teufel versucht wurde.

Jesus stellte sein Leben dem Vater zum Dienst zur Verfügung. Und der Vater bestätigte seine Identität als Sohn Gottes. Da kam der Geist Gott auf ihn. Jesus wurde mit dem Heiligen Geist erfüllt. Der Geist Gottes trieb Jesus in die Wüste. Jesus musste 40 Tage Versuchungen in der Wüste bestehen. Das war die Zeit des nichtöffentlichen Dienstes Jesu. Sie endet mit dem Überwinden Jesu über alle Versuchungen des Teufels auf der ganzen Linie.

Lk 4, 12-15 N
… Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es ist gesagt: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen“. Und als der Teufel jede Versuchung vollendet hatte, wich er für eine Zeit von ihm. Und Jesus kehrte in der Kraft des Geistes nach Galiläa zurück, und das Gerücht über ihn ging aus durch die ganze Umgegend. Und er lehrte in ihren Synagogen, geehrt von allen.

Durch seine Taufe mit dem Heiligen Geist zeitgleich mit seiner Wassertaufe gab der Vater seinem Sohn Jesus das nötige Rüstzeug mit, um in der Wüste dem Teufel in allen seinen Versuchungen widerstehen zu können.
Aber erst NACHDEM Jesus in dieser Weise ausgerüstet ALLEN Versuchungen des Teufels auf körperlicher, seelischer und geistlicher Ebene widerstanden hatte, erfüllte ihn der Geist Gottes mit Kraft zum Dienst, und die zweite Phase in seinem öffentlichen Wirken begann. Und in der Kraft des Geistes konnte Jesus seinen öffentlichen Dienst in Vollmacht tun. Er konnte Gottes Gesetz lehren, ohne sich dabei selbst zu verdammen, denn er hatte nicht nur schon sein ganzes Leben sündlos gelebt, sondern auch selbst in den schlimmsten Versuchungen dem Teufel und der Sünde widerstanden.

Das erste Kommen des Heiligen Geistes auf Jesus führte und befähigte Jesus, trotz aller Widerstände ganz Gottes Willen zu tun. Und als er völlig überwunden hatte, erfüllte der gleiche ihm schon gegebene Geist ihn mit Kraft und Vollmacht zum Dienst. So wirkte der Geist Gottes in zwei Abschnitten auf zwei verschiedene Weisen im Leben Jesu.

Das Leben der Apostel kannte 3 Zustände und 2 Übergänge

  1. Das Leben der Apostel ohne Jesus
  2. Ihre Berufung durch Jesus
  3. Ihre Nachfolge des irdischen Jesus in menschlicher Kraft
  4. Kreuzigung und Auferstehung Jesu und Pfingsten
  5. Die Jünger folgen dem auferstandenen Jesus in der Kraft des Heiligen Geistes

Und welch ein Unterschied liegt zwischen der Nachfolge der Jünger Jesu vor und nach Ostern und Pfingsten!

Die Evangeliumspredigt der Apostel kennt auch verschiedene Phasen.

 Apg 2, 28 N
„Kehrt um“, erwiderte Petrus, „und lasst euch im Namen von Jesus, dem Messias, auf die Sündenvergebung hin taufen! Dann werdet ihr den Heiligen Geist geschenkt bekommen.

Die Reihenfolge ist

1) Umkehr
2) Wassertaufe
3) Heiliger Geist

Durch die Umkehr zu Gott sollen sich seine Hörer von ihrem früheren Leben abwenden und Gott zuwenden. Ihre folgende Wassertaufe bezeugt dieses innere Geschehen. Und das alles ist mit dem Empfang des Heiligen Geistes verbunden.
Es ist allerdings interessant, was Petrus an dieser Stelle (noch) nicht sagt: Er redet weder von der verheißenen Taufe mit Feuer, noch vom Empfang von Vollmacht, noch von dem Auftrag der Neubekehrten, in die ganze Welt zu gehen. Diesen Auftrag und diese Stufe hatte Petrus erst noch für einen späteren Zeitpunkt für die Bekehrten vorgesehen.

Die zweifache Reinigung der Heiden

Gott reinigte das Herz der ersten bekehrten Heiden. Das bestätigt die Schrift ganz klar vom Hauptmann Cornelius und den Versammelten in seinem Haus, die die Evangeliumspredigt des Petrus hörten. Vorher waren sie unrein, jetzt sind sie rein, wie uns Gott mit großer Deutlichkeit in dieser Geschichte sagt (Apg 10+11).
Und TROTZDEM sollen sich alle bekehrten Heiden noch weiter reinigen von ALLER Verunreinigung des Fleisches und des Geistes sagt und Gottes Wort (2 Kor 7, 1).

Die erste Reinigung ist gut, aber nicht vollständig. Erst die zweite Reinigung ist eine völlige Reinigung von ALLER Verunreinigung.

Ja, wir als Tempel des Heiligen Geistes müssen zweimal gereinigt werden, bis wir wirklich rein sind.

 

Die folgenden Beispiele für zwei Schritte oder Stufen auf dem Weg der Erlösung und der völligen Heiligung sind vielfach inspiriert von Aussagen von Beverly Carradine in seinem Buch „Heiligung in biblischen Symbolen“ 7.

Die zweifache Reinigung des Tempels

Jesus reinigte den Tempel zweimal – einmal zu Beginn seines Dienstes (Joh 2, 13ff) und einmal am Ende (Mk 11,15). Im Neuen Bund sind wir Gläubige ein Tempel des Heiligen Geistes. Ja, Jesus will auch uns zweimal reinigen, wenn wir ihn erwarten und einlassen. Bei unserer Bekehrung werden wir von unserer Schuld gereinigt, bei unserer völligen Heiligung von unserer alten Natur.

Wasser und Wein

Das Wasser steht für die Reinigung bei der Bekehrung. Wir werden aus Wasser und Geist geboren. Wir werden direkt nach unserer Bekehrung mit Wasser tauft. Jesus wäscht seinen Jüngern die Füße, und sie werden rein (Joh 13, 1-17).

Wein steht jedoch für eine weiterführende Erfahrung. Als die Apostel und ersten Gläubigen mit Feuer getauft wurden, erhielten sie Vollmacht. Und sie waren so überschäumend in ihrer Vollmacht und Freude an Gott, dass man sie für betrunken hielt – von Wein (Apg 2, 13).

Den bereits Gläubigen wird gesagt, dass sie sich nicht an Wein berauschen sollen, sondern stattdessen voll Geistes werden sollen (Eph 5, 18). Johannes der Täufer wurde von Mutterleibe an mit dem heiligen Geist erfüllt – dafür durfte er Zeit seines Lebens nicht vom Weinstock trinken. Ebenso war es bei den Nasiräern im Alten Testament, die für ihre Weihezeit für Gott u.a. auf den Genuss der Früchte des Weinstocks verzichteten, um völlig für Gott da zu sein. Die Geistesfülle ist also ein viel besserer Ersatz für Wein, hat aber ähnliche, doch viel bessere Auswirkungen: Die völlige Hingabe an Gott, und Freude und das laute Lob Gottes. Und Jesus verwandelte das Wasser der Wiedergeburt in den Wein des Feuers des Heiligen Geistes auf der Hochzeit zu Kana (Joh 2, 1-12). Das kann er noch heute!

Auch die Bildersprache des Alten Testamentes bestätigt diese Funktionen von Wasser und Wein. Wasser steht für die Reinigung von unserem früheren Leben (Joh 13, 1-17), für die Befreiung von unserem Götzendienst (Hes 36, 25). Wein steht für die volle Erfüllung der Zusagen Gottes (Lk 22, 18). Die Bilder vom zukünftigen geretteten und geheiligten Israel sind voller Früchte und besonders voll von den Früchten des Weinstocks (1 Mose 27, 28; 5 Mose 7, 13; Jer 31, 12; Joe 2, 19). Jesus selbst wird nach seinem Leiden erst wieder vom Weinstock trinken, wenn er in seinem Reich als König eingesetzt ist und sich alles erfüllt hat, was verheißen ist (Lk 22, 18). Wein ist also das Zeichen der freudigen und früchtereichen Königsherrschaft Gottes, wenn Jesus völlig regiert und keine Verheißung mehr unerfüllt geblieben ist. Wein symbolisiert die Freude des Himmels und die Freude an der Gegenwart des Heiligen Gottes. Und von diesem Wein tranken die Jünger bereits zu Pfingsten.

Es gibt eine zweite Ruhe für das Volk Gottes

Im Heilandsruf Jesu werden 2 Stufen deutlich:

Mt 11, 28-30 S

  • Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid,
    so will ich euch erquicken!
  • Nehmet auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.
    Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht!

Wer möchte nicht gerne einfach nur zu Jesus kommen mit seinen Lasten und seiner Mühsal, sie bei Jesus abladen und erquickt werden? Es gibt keine Vorbedingung als das Kommen. Die Erquickung in aller Mühsal und das Ablegen der eigenen Last ist die erste Ruhe.

Doch wer will schon gerne das Joch Jesu auf sich nehmen? Wer will völlig auf sein eigenes Herr-Sein verzichten und nur noch für Jesus arbeiten und nur noch überall hin gehen unter der – leichten – Last Jesu, wohin Jesus ihn führt? Das müssen und können wir von Jesus lernen. Und seine Sanftmut und Demut schenken uns die zweite Ruhe, die wahre Ruhe für unsere Seelen. Jetzt ruhen wir im Willen Gottes, ja in Jesus selbst.
Ja, es gibt eine zweite Ruhe für das Volk Gottes, und die zweite ist die bessere. Hier werden wir nicht nur erquickt, sondern wir finden Ruhe für unsere Seelen.

Der Schatz der Erlösung und die wertvolle Perle der Heiligkeit

(Mt 13, 44-46) Über den Schatz der Erlösung stolperten wir als Sünder plötzlich, ohne sie zu suchen und werden erlöst – um den Preis von allem, was wir zum damaligen Zeitpunkt hatten.

Die Perle von hohem Wert dagegen steht für Heiligkeit, denn Jesus sagt (Mt 7, 6 S): Gebt das Heilige nicht den Hunden, und werft eure Perlen nicht vor die Schweine.

Den Schatz der Erlösung bieten wir als Christen jedem Menschen an. Das ist das Evangelium. Das ist sogar unser Auftrag.
Doch die reine Perle der Heiligkeit ist keine Botschaft für eine verunreinigte Welt. Sie würden erst die Perlen zertreten und dann uns zerreißen.

Die Perle der Heiligkeit sucht und findet der im Glauben reiche Gläubige dagegen unter den vielen anderen Verheißungsperlen im Wort Gottes. Jetzt weiß der Nachfolger noch viel mehr, was es heißt, Gott alles zu geben, was er hat. Und er gibt es freudig hin und erhält die kostbarste Perle, die man in dieser Welt bekommen kann: die (völlige) Heiligung und Heiligkeit, Anteil am Wesen Gottes (2 Petr 1, 4).

Die Auferweckung des Lazarus erfolgt in zwei Stufen

Jeder Mensch ist von Geburt an tot in seinen Sünden und Übertretungen (Eph 2, 1). Doch Jesus ruft Sündentote ins Leben wie Lazarus (Joh 11, 43). Ist damit schon das ganze Werk getan? Nein, erst muss Lazarus noch völlig befreit werden, um ganz frei gehen zu können. Die Binden, mit denen Lazarus immer noch gebunden ist, müssen ihm abgenommen werden. Deshalb sagt Jesus auch zu den Jüngern, die ihm nachfolgten (Joh 8, 31+21 S): Wenn ihr in meinem Worte bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch freimachen!

Die völlige Wiederherstellung von Lazarus erfolgt in zwei Schritten.

Heilung in zwei Schritten

Wer Gottes Heil nicht erkennen kann, ist blind. Jesus heilt Blinde und auch einmal zur Verdeutlichung in zwei Schritten (Mk 8, 22ff): Jesu Werke waren vollkommen, und trotzdem brauchte es zwei Schritte, um den einen Blinden ganz zu heilen!

Die erste Erkenntnis Jesu unseres Herrn und Augenöffnung bedeutet unsere Errettung (Joh 17, 3).

Und Jesus rührt unsere Augen noch einmal an. Mit dem zweiten Anrühren unserer inneren Augen und einer tieferen Erkenntnis Jesu unseres Herrn zu einem späteren Zeitpunkt in unserem Glaubensleben werden wir mit seiner Liebe und zur ganzen Fülle Gottes erfüllt. Dann können wir klar sehen, was vorher nur schemenhaft war (Joh 17, 26; Eph 3, 14-21).

Zwei Arten von Gläubigen

Einmal sind da die Gläubigen, die im Boot mit Jesus sitzen. Das allein ist ein großes Vorrecht.

Und dann gibt es auch den Gläubigen, der wie Petrus mit Jesus über das Wasser geht. Dass Petrus sinkt, war nur ein Teil der Geschichte und Jesus half ihm auf. Aber Petrus GING tatsächlich über das Wasser!

Marta und Maria

Auch bei Marta und Maria wird deutlich, dass Gläubige ihre Vorrechte in der Nähe Jesu unterschiedlich in Anspruch nehmen. Für Marta war der Dienst für Jesus wichtig. Für Maria waren Jesus selbst und seine Worte das Wichtigste.

Knechte und Freunde

Jesus hat Knechte und Freunde. Der Knecht dient um Lohn und erkennt nicht alles, was sein Herr tut. Der Freund dient aus Liebe und versteht, was sein Herr tut. Der Knecht mag seinen Herrn auch lieben. Aber nur dem liebenden Freund vertraut Jesus alles an. Und Jesu Freunde sind wir, wenn wir tun, was Jesus sagt, wenn wir ihm so gehorsam sind wie Abraham, der Gott sein Liebstes nicht vorenthielt (1 Mose 22, 15ff), wenn wir Jesus mehr lieben, als alles sonst in der Welt (Joh 15, 14; Joh 14, 21+23).

Zwei Scharen im Himmel

Da ist einmal die bluterlöste Schar, die niemand zählen kann (Offb 7, 9ff). Das sind die, welche aus der großen Trübsal kommen; und sie haben ihre Kleider gewaschen und hell gemacht im Blute des Lammes. Diese Schar ist absolut reingewaschen. Und dann gibt es die Schar der 144.000, die absolut rein lebten, die dem Lamm folgen, wohin es auch geht und in deren Mund kein Falsch gefunden wurde und die tadellos waren (Offb 14, 1ff).

 

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