Christus ist des Gesetzes Ende

© Heino Weidmann Hat Gott wirklich? gesagt – 95ThesenTeil2.de zu deinem Sieg über die Sünde durch Jesus Christus, Teil 3  Gesamtbiblische Betrachtungen – Das Gesetz Gottes – Christus ist des Gesetzes Ende, epubli.de, 2021.

Christus ist des Gesetzes Ende

Welches Gesetz Gottes gilt denn für Israel und für uns Christen?
Gott hatte Israel die 10 Gebote und viele Satzungen, Regeln und Vorschriften mitgegeben. Alles zusammen war „Das Gesetz“. Das von Gott gesetzte Ziel war, dass Israel das Gesetz mit allen dazugehörigen Regulierungen tun und DADURCH Leben haben sollte (3 Mose 18, 5). Seit seiner Wüstenwanderung scheiterte Israel daran. Erst am Götzendienst, der Gott vom Thron verdrängte. Dann am Bestreben, Gottes Anerkennung durch das Tun des Gesetzes zu erreichen, wie viele der Juden vor und zurzeit Jesu. Ja anscheinend konnte man im Tun der äußeren Vorschriften des Gesetzes zur Untadeligkeit kommen, wie Saulus, als er die Gemeinde Gottes verfolgte (Phil 3, 6). Und trotzdem war es möglich, trotz aller Formerfüllung völlig am eigentlichen Sinn des Gesetzes Gottes vorbeizuleben. Wie sehr tadelte Jesus seine Zeitgenossen dafür. Das Gesetz ist geistlich (Röm 7, 14). Was es wirklich will, ist immer die Liebe zu Gott und dem Nächsten. Und Jesus löst das Gesetz nicht auf. ER verschärft es noch in seiner wahren Bedeutung. Feindesliebe und göttliche Vollkommenheit sind jetzt angesagt (Mt 5, 48). So gilt das Gesetz Gottes weiter, ist nicht abgeschafft (Mt 5, 17). Es gilt für Juden und Christen gleichermaßen. Für die Juden gilt es sowohl in den äußeren Regulierungen, als auch im Gebot der Liebe. Für die Christen gilt es nur in der wahren, geistlichen Bedeutung des Gesetzes, im Gebot reiner, heiliger Liebe. Und dieses Liebesgebot Gottes wird für uns Christen dreifach deutlich: Einmal durch die 10 Gebote, die im Neuen Testament immer wieder aufgegriffen werden, dann durch das Doppelgebot, Gott von ganzem Herzen, mit aller Kraft und allem unserem Sein zu lieben und unseren Nächsten wie uns selbst (Lk 10, 27). Und durch Jesus kommt als drittes noch die Geschwisterliebe als neues Gebot dazu (Joh 15).

Wie kommt es jetzt, dass Christus des Gesetzes Ende ist,
wenn es doch weiter gilt?

In zweierlei Hinsicht:

  • Christus ist des Gesetzes Ende,
    indem er die Forderungen des Gesetzes auf sich selbst nahm.

    Weder wir, noch die Juden müssen erst das Gesetz halten, um Gottes Anerkennung zu finden. Wer an Christus glaubt, der die Gottlosen und Sünder rechtfertigt, der ist gerecht und von Gott angenommen. Das ist das erste Ende des Gesetzes mit seinen Forderungen (Röm 10, 4).
  • Zum anderen ist Christus gekommen, das Gesetz Gottes zu erfüllen.
    Und das auch in mir.

    Jesus Christus hat das Gesetz Gottes erfüllt, bis auf das letzte Jota.
    Jesus ist der einzige – Mensch – der je das Gesetz Gottes erfüllt hat.
    Und er ist auch der einzige, der je das Gesetz Gottes erfüllen WIRD.
    Ja, wir sollen das ganze Liebesgesetz Gottes halten. Aber wir brauchen es nicht mehr aus eigener Kraft zu tun. Christus will und kann es in uns durch seinen Heiligen Geist halten (Gal 5, 16). Das geschieht, wenn nicht mehr ich, sondern ganz und alleine Christus in mir lebt (Gal 2, 19-20). Dann wird das, was ich tue, nicht mehr von meiner alten Natur beschmutzt und das Gesetz Gottes gebrochen. Christus lebt sein Gesetz durch mich aus. Das ist das zweite, wunderbare Ende des Gesetzes Gottes. Christus in mir, die Hoffnung der Herrlichkeit.

Wenn Jesus Christus in mir wohnt, dann gilt für mich das Gesetz der Freiheit (Jak 1, 25; 2, 12), das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus (Röm 8, 2). Dann bin ich dem – alten – Gesetz gestorben (Röm 7, 6). Ich bin ohne das alte Gesetz und nicht mehr unter dem alten Gesetz wie früher (1 Kor 9, 20). Aber ich folge dem neuen Gesetz des Geistes Gottes in mir (Röm 8, 2) und bin dem Gesetz Christi in mir untertan (1 Kor 9, 21). Und das heißt nur noch: Gott und Menschen mit reinem Herzen, gutem Gewissen in Liebe und Freiheit und Glauben dienen (1 Tim 1, 5).