Unbeschadet brennen

© Heino Weidmann Hat Gott wirklich? gesagt – 95ThesenTeil2.de zu deinem Sieg über die Sünde durch Jesus Christus, Teil 3  Gesamtbiblische Betrachtungen – Feuer vom Himmel, Heiligkeit, Vollmacht und Kraft – Unbeschadet brennen, epubli.de, 2021.

Unbeschadet brennen

Alles wesentlichen Verheißungslinien im Alten Testament zielen darauf hin, dass Gott sein Volk Israel einmal so heiligen und reinigen wird, dass sie ganz in seinem Willen stehen und ihn tun. Dann werden sie nicht mehr im Gericht von Gottes feuriger Heiligkeit verzehrt werden. Nein, sogar im Gegenteil: Wenn Gottes Volk gereinigt und im richtigen Zustand vor Gott ist, wird Gott sein Volk selbst mit seinem Feuer erfüllen, ohne es zu verbrennen, so wie der Dornbusch bei Mose brannte und nicht verbrannte. Die Dornen stehen dabei für den Sündenfluch nach dem Sündenfall des Menschen. Und doch wohnt Gott im Dornbusch, ohne ihn zu verzehren. Das geht nur, wenn der Fluch überwunden und der Dornbusch geheiligt ist. Und das kann Gott zu tun. Lesen wir selbst.

Hes 43, 1-7 N
Da kam von Osten her plötzlich Israels Gott in seiner Herrlichkeit heran. Es rauschte wie ein riesiger Wasserfall, und die Erde leuchtete von seiner Herrlichkeit. Es war dieselbe Erscheinung, die ich gesehen hatte, als er kam, um die Stadt zu vernichten, und dieselbe, die ich am Fluss Kebar gesehen hatte. Da warf ich mich nieder auf mein Gesicht. Die Herrlichkeit Jahwes zog durch das Osttor in den Tempel ein. Da hob mich der Geist hoch und brachte mich in den inneren Vorhof. Ich sah, dass die Herrlichkeit Jahwes das ganze Haus erfüllte. Der Mann, der mich geführt hatte, stand noch neben mir, da hörte ich jemand aus dem Haus zu mir reden. „Du Mensch“, sagte er, „hier ist der Ort, wo mein Thron steht, und der Ort, wo meine Füße stehen. Hier, mitten unter den Israeliten, will ich für immer wohnen. Nie mehr werden die Leute von Israel oder ihre Könige meinen Namen besudeln, weder durch ihre sexuelle Unmoral noch durch die Leichen ihrer Könige, die sie in meiner Nähe bestatten.

Jes 4, 4-6 N
Wenn der Herr durch den Sturm von Gericht und Läuterung den Kot der Töchter Zions abgewaschen und die Blutschuld Jerusalems aus der Stadt weggespült hat, wird Jahwe über dem Zionsberg und über allen, die sich dort versammeln, tagsüber eine Wolke erscheinen lassen und Rauch – und in der Nacht ein flammendes Feuer. Wie ein Schutzdach breitet er seine Herrlichkeit über diesem Ort aus. Wie eine Laubhütte wird sie euch vor der Sonne schützen und eine Zuflucht vor Regen und Sturm sein.

Obd 1, 18 N
Dann werden die Nachkommen Jakobs wie ein Feuer sein und die Nachkommen Josefs wie eine Flamme. Doch die Nachkommen Esaus werden das Stoppelfeld sein. Es wird vom Brand erfasst und verzehrt.

Sach 12, 6 S
An jenem Tage will ich die Fürsten Judas machen gleich einem glühenden Ofen zwischen Holzstößen und gleich einer brennenden Fackel in einem Garbenhaufen, dass sie zur Rechten und zur Linken alle Völker ringsum verzehren.

Gott wohnt und herrscht unter seinem Volk nur, wenn es nicht mehr unrein ist. Ist aber sein Volk wirklich völlig gereinigt, erfüllt die Herrlichkeit Jahwes das Haus Gottes, so wie wir es schon bei vielen anderen Gelegenheiten gesehen haben. Diese Reinigung geschieht durch Gericht, Läuterung und Abwaschung der Blutschuld Israels. Dann wird Jahwe über dem Zionsberg und über allen, die sich dort versammeln, tagsüber in einer eine Wolke erscheinen und in der Nacht in einem flammenden Feuer. Und er wird seine Herrlichkeit über seinem Volk ausbreiten. Das Volk Gottes auf dem Zionsberg wird im Feuer Gottes brennen, ohne zu verbrennen. Sie sind völlig rein und tun Gottes Willen. Sie halten der Heiligkeit Gottes stand, ja sie sind heilig und sie leben heilig. Und in diesem Zustand kann Gott sie gebrauchen. Und dann wird Gottes Feuer, das in und durch sein Volk brennt, ohne ihm selbst noch etwas anzuhaben, sogar zum Gerichtswerkzeug Gottes an anderen Völkern werden. So wie Gott sonst selbst im Feuer seiner Heiligkeit andere Völker richtet, so gebraucht er jetzt sein geheiligtes Volk, um andere Völker durch das Feuer seiner Heiligkeit zu richten. Und das geht nur, weil sich sein Volk im völligen Einklang mit Gott befindet. Es ist heilig – und es lebt in Gottes Willen Gottes Willen aus.

Das sind himmlische Klänge, auch für die Gemeinde (1 Kor 6, 2; Röm 16, 20; Offb 2, 27). Und sie sind Israel für das tausendjährige Reich auf der Erde verheißen, wenn es sich bekehrt und völlig Gott zuwendet. Obwohl Israel noch die gefallene Adams-Natur an sich trägt: In der Kraft des Neuen Bundes wird das Feuer Gottes in ihrem Leben schon auf dieser Erde Wirklichkeit werden.

Wir haben nun ein erstes Verständnis über die Heiligkeit und Herrlichkeit Gottes gewonnen. Niemand kann sich unbeschadet der Heiligkeit Gottes nahen, es sei denn, er sei gereinigt, geheiligt und steht völlig im Einklang mit Gottes Willen. Das ist wesentlich, wenn wir uns jetzt im nächsten Schritt das Feuer der Heiligkeit Gottes im Neuen Testament ansehen.