Erst das Wasser, dann das Feuer

© Heino Weidmann Hat Gott wirklich? gesagt – 95ThesenTeil2.de zu deinem Sieg über die Sünde durch Jesus Christus, Teil 3  Gesamtbiblische Betrachtungen – Feuer vom Himmel, Heiligkeit, Vollmacht und Kraft – Erst das Wasser, dann das Feuer, epubli.de, 2021.

Erst das Wasser, dann das Feuer

Mt 3, 11 N
Ich taufe euch zwar mit Wasser aufgrund eurer Umkehr. …Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.

In diesem Vers zeigt uns Gott drei Taufen, die er für sein Volk vorgesehen hat.

Die Taufe mit

  • Wasser zur Umkehr
  • dem Heiligen Geist
  • Feuer

Auch als Christen praktizieren wir die Taufe mit Wasser zur Umkehr, doch auf den Namen Jesu (Apg 2, 38). Diese Wassertaufe empfangen wir als Zeichen unseres Glaubens an Christus und den Empfang des Heiligen Geistes.

Apg 10, 47 N
Kann denn jemand diesen Menschen das Wasser zur Taufe verweigern?
Sie haben doch genau wie wir den Heiligen Geist empfangen.

Nach der Betrachtung der Wassertaufe gehen wir einen Schritt weiter. Allen, die an Jesus glauben, ist die Taufe mit dem Heiligen Geist und mit Feuer verheißen (Lk 3, 16).

Da stellt sich die bedeutende Frage: Handelt es sich bei der Taufe mit dem Heiligen Geist und der Taufe mit Feuer um die gleiche Taufe?
Sehen wir uns das biblische Zeugnis genauer an.

Die Bekehrung eines Menschen, seine Wiedergeburt, wird in der Bibel immer in Verbindung mit Wasser gebracht, nie mit Feuer. Wasser steht sinnbildlich für die erste Buße bei der Bekehrung eines gottfernen Menschen, für eine (erste) äußere Reinigung, angefangen vom Waschbecken zur Reinigung vor der Stiftshütte, um überhaupt ins Heiligtum eintreten zu dürfen, bis hin zur Wassertaufe derer, die mit Gott buchstäblich in Reine kommen. Und die Reinigung durch Wasser steht in enger Verbindung mit dem Geist Gottes und der Wiedergeburt (Joh 3, 5; Apg 10, 47; 11, 16; 1 Joh 5, 8).

Mt 3, 11 S
Ich taufe euch … mit Wasser aufgrund eurer Umkehr.

Joh 3, 5 S
Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen!

Joh 13, 8 E
Wenn ich dich nicht wasche, so hast du kein Teil mit mir.

Apg 8, 36 N
Hier gibt es Wasser“, sagte der Eunuch, „was steht meiner Taufe noch im Weg?“

Tit 3, 5 E
Die Waschung der Wiedergeburt und Erneuerung des Heiligen Geistes.

1 Petr 3, 20+21 N
Doch nur acht Menschen wurden in der Arche durch das Wasser der Sintflut hindurch gerettet. Das ist ein Bild für die Taufe, die jetzt euch rettet. Die Taufe dient ja nicht zur körperlichen Reinigung. Sie ist vielmehr Ausdruck einer Bitte an Gott um ein gutes Gewissen.

Die Wassertaufe reinigt, bzw. ist ein Bild dafür, dass Gott die neuen Gläubigen reinigt.

Joh 13, 10 N
Jesus entgegnete: „Wer [im Wasser] gebadet hat, ist ganz rein.

1 Petr 3, 20-21 N+S
Doch nur acht Menschen wurden in der Arche durch das Wasser der Sintflut hindurch gerettet. … Als Abbild davon rettet nun auch uns die Taufe, welche nicht ein Abtun fleischlichen Schmutzes ist, sondern die an Gott gerichtete Bitte um ein gutes Gewissen.

Und zu den im Wasser getauften Korinthern (1 Kor 1, 13-17; Apg 19, 1; 1 Kor 3, 6 J), die auch den Geist Gottes empfangen haben (1 Kor 12, 3ff) und durch den Geist Gottes in den Leib Christi hineingetauft worden sind (1 Kor 12, 13), spricht Paulus Folgendes.

1 Kor 3, 3 S
Denn ihr seid noch fleischlich. Solange nämlich Eifersucht und Zank und Zwietracht unter euch sind, seid ihr da nicht fleischlich und wandelt nach Menschenweise?

Daraus wird deutlich: Weder die Wassertaufe, noch die Taufe mit dem heiligen Geist retten uns vor der Verunreinigung des Fleisches in unserem Leben.

Aber: Bei der Wassertaufe findet eine geistliche Reinigung statt – die des Gewissens. Der fleischliche Schmutz bleibt noch an uns haften. Gott rettet, zum ewigen Heil, ja. Aber er rettet uns noch nicht so, dass wir anders sind als andere Menschen. Das Feuer Gottes brennt in uns noch nicht so, wie wir es ersehnen und brauchen.

Aus diesen und anderen Bibelstellen wird sehr deutlich: Erlösung, Rettung, Umkehr zu Jesus, Wiedergeburt, neues Leben aus Gott haben immer mit einer Waschung und Reinigung mit Wasser und auch immer mit dem Heiligen Geist zu tun. Beide Ereignisse verschmelzen geistlich zu einer Einheit und liegen äußerlich zeitlich sehr, sehr nah oder sind eins. Und sie retten uns grundsätzlich ewig, aber nicht völlig von unserem alten Wesen.

Durch die Waschung der Wiedergeburt wird der an Christus Gläubige gereinigt. Er kann Gemeinschaft mit Christus und „seinen Teil“ mit Christus haben, er ist ein Kind Gottes und darf, gerechtfertigt aus Glauben, ein gutes Gewissen haben vor Gott durch die Auferstehung Christi von den Toten.

 

 

Aber wir bemerken drei Dinge

  1. An keiner einzigen Bibelstelle steht Feuer im Zusammenhang mit der Bekehrung eines Menschen, mit seiner ersten Hinwendung zu Gott.
  2. Feuer taucht immer erst bei bereits Bekehrten oder dem Volk Gottes auf, wenn sie später in ihrem Glaubensleben mit der Heiligkeit Gottes konfrontiert werden.
  3. Die Reinheit derer, die mit Wasser gewaschen wurden, ist noch nicht vollkommen. Es braucht noch eine weitere, tiefergehende Reinigung.

Diese Beobachtungen legen den Schluss nahe, dass die Taufe mit Feuer etwas Eigenes ist, das erst nach der Taufe mit Wasser und der Wiedergeburt aus Wasser und Geist, nach der Taufe mit dem Heiligen Geist kommt.

Gibt es Bibelstellen, die uns zeigen, dass sich Gläubige weiter reinigen müssen? Und die uns zeigen, dass Feuer als Symbol und Eigenschaft immer erst deutlich nach dem Wasser kommt?

Sehen wir uns einige an.

Joh 15, 2-3 N
Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er weg, und jede, die Frucht bringt, schneidet er zurück und reinigt sie so, damit sie noch mehr Frucht bringt. Ihr allerdings seid durch das Wort, das ich euch verkündigt habe, schon rein.

Die Jünger waren durch die Verkündigung Jesu, die sie geglaubt und angenommen hatten schon rein geworden. Und Jesus wusch ihnen als Zeichen dafür sogar die Füße mit Wasser (Joh 13, 5ff). Und doch brauchten die Jünger und brauchen alle Jünger eine weitere Reinigung. Wer als Rebe Jesu bereits Frucht bringt, wird vom Vater beschnitten, dass er noch weiter gereinigt wird und noch mehr Frucht bringt. Und was passiert genau bei dieser zweiten Reinigung?

2 Kor 7, 1 S
Weil wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, so wollen wir uns reinigen von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes, zur Vollendung der Heiligung in Gottesfurcht.

Paulus erklärt es den Korinthern. Durch ihre weitere Reinigung, die auch ihre Verantwortung ist – auch wenn Sie letztlich vom Vater bewirkt wird –  kann die Reinigung vollkommen werden. Dann sind die Korinther von ALLER Befleckung des Fleisches und des Geistes gereinigt. Nicht nur teilweise, graduell oder fast rein sind sie dann. Nein, dann sind die schon wassergereinigten Korinther völlig rein geworden. Und was geht mit dieser völligen Reinigung einher? Völlige Heiligung (ἁγιωσύνη hagiōsunē: Majestät, Heiligkeit, moralische Reinheit17).

Mit der völligen Heiligung gehören sie völlig Gott und sind völlig rein. Das ist der ideale Zustand, um auch völlig in die allernächste Nähe Gottes und in sein sonst verzehrendes Feuer zu treten.

Und auch andere Bibelstellen zeigen uns, dass wir erst nach einer weiteren Reinigung als Gläubige, für die wir selbst bewusst verantwortlich sind, in einen Zustand der Reinheit kommen können, in dem wir Gottes allergrößte Nähe vertragen können. Erst dann stehen wir auch unter dem Vorzeichen der völligen Nützlichkeit für Gott und damit des reichen Fruchtbringens für ihn.

1 Joh 3, 3 S
Und ein jeglicher, der diese Hoffnung auf ihn hat [Jesus zu sehen], reinigt sich, gleichwie auch Er rein ist.

2 Tim 2, 21 S
Wenn nun jemand sich von solchen [unreinen Gefäßen] reinigt, wird er ein Gefäß zur Ehre sein, geheiligt und dem Hausherrn nützlich, zu jedem guten Werke zubereitet.

Eph 5, 2 S
Wandelt in der Liebe, gleichwie Christus uns geliebt und sich selbst für uns gegeben hat als Gabe und Opfer für Gott, zu einem angenehmen Geruch.

Der angenehme Geruch spielt auf die Brandopfer im Alten Testament an. Sie waren Jahwe ein Opfer zum lieblichen Geruch. Christi Leben voller Liebe und absoluten Gehorsams und Selbstaufgabe war solch ein Brandopfer lieblichen Geruchs vor Gott. So soll es auch bei uns sein.

Röm 12, 11 N
Werdet im Fleiß nicht nachlässig, lasst den Geist Gottes in euch brennen und dient so dem Herrn!

Auch in diesem Vers wird die richtige Herzens- und Geisteshaltung im Dienst Gottes mit innerlichem Feuer beschrieben.

Wer wirklich Gott folgt, wer in seinem Willen steht und ihn liebt und völlig im Einklang mit seinem Willen ist, der brennt als Gott wohlgefälliges Brandopfer im Geist. Das ist der vom neuen Testament beschriebene Idealzustand.

Und doch wird außer zu Pfingsten nirgendwo richtig beschrieben, wie es zu diesem Brennen kommen kann. Allen Gläubigen wird auf der anderen Seite aber gesagt, dass sie sich noch weiter reinigen, noch weiter heiligen müssen. Das sollen sie so lange, bis ihre Heiligung und ihre Reinigung auf ihr erreichbares Vollmaß gekommen sind. Schon während dieser Zeit kann jeder Christ für Gott brennen. Doch erst bei der völligen Reinigung und Heiligung der Gläubigen treten die höchsten Verheißungen der tiefsten und intimsten Gemeinschaft mit Gott ein (Joh 14, 12+21+23; 2 Kor 6, 17-7, 1; Hebr 10, 22) – des Gottes, der mit seiner Heiligkeit, Herrlichkeit und seiner Kraft im Allerheiligsten wohnt.

Wir halten fest: Die Reinigung bei der Bekehrung wird durch Wasser symbolisiert, die Reinigung der bereits Gläubigen durch Beschneidung (Jos 5, 5-8; Jes 52, 1; Jer 4, 4; Joh 15, 1ff) und Feuer (5 Mose 32, 22-24; Apg 2, 1ff; 1 Kor 3, 11-15; Offb 2, 18 + 3, 17-18).

Nach der Reinigung durch Wasser braucht es eine weitere Reinigung. Die zweite Reinigung ist völlig und vollkommen, lässt kein Raum mehr für Unreinheit. Sie bringt in die absolute Nähe unseres Herrn, ohne dass wir vergehen und ohne dass wir uns schämen müssen.

Sehen wir uns einige biblische Vorbilder dazu an.

  1. Die alte, böse Welt wurde durch die Wassertaufe der Sintflut gereinigt. Daraus ging der gerechte Noah mit seiner Familie hervor. In seiner Gerechtigkeit gefiel er Gott – und fiel danach doch auch in Sünde, als er sich betrank.
  2. Diese wassergereinigte, aber immer noch böse Welt wird einmal mit Feuer getauft werden, und dann so gereinigt werden, dass alles, was nicht in Gott (getan) ist, verbrennt. Nur die in Christus Gerechten werden diese Feuertaufe überstehen. Dabei werden sie aber selbst, von allem, was ihnen noch Böses anhaftet, gereinigt werden. Nur absolut heiliger Wandel kann am Tag des Herrn bestehen, der im Feuer offenbart wird (2 Petr 3, 10-14). Alle Werke selbst der Heiligen, die das Feuer nicht vertragen, sind Holz, Heu und Stroh (1 Kor 3, 12) und werden im Feuer ver Was das Feuer übersteht, ist lauter Gold, Silber, Edelsteine, kostbar vor Gott (1 Petr 1, 7).

 

 

  1. Das Volk Israel wurde nach seiner Errettung aus Ägypten auf Mose im Wasser des Roten Meeres getauft.
  2. Auf ihrer folgenden Wüstenwanderung konnte Israel das Feuer der Heiligkeit Gottes noch nicht aushalten, nur Mose, dem Gott im brennenden Dornbusch erschienen war. Er allein durfte Gott auf dem heiligen brennenden Berg nahen, ohne von den Flammen verzehrt zu werden (2 Mose 19ff). Das Volk, das noch nicht einmal selbst den Berg der heiligen Gegenwart Gottes besteigen durfte, musste, alleine um Zeuge dieser Begegnung zu werden, sich waschen und heiligen (2 Mose 19, 15), obwohl sie schon das Volk Gottes waren.

 

  1. Die Priester mussten sich zuerst draußen VOR der Stiftshütte/dem Tempel im großen Waschbecken der Gnade Gottes ohne Maß waschen.
  2. Dann erst konnten sie den Opferdienst in der Stiftshütte mit allen Vorschriften zur Heiligung peinlich genau erfüllen. Sie mussten sich in höchstem Maße heiligen und der Heiligkeit des Heiligtums entsprechen. Und für den im Alten Testament noch seltenen Eintritt in Allerheiligste, in dem die vollkommene allergrößte Gegenwart Gottes war und wo die Feuer- und Wolkensäule bei vollkommen ausgeführten Gottesdienst ruhte, mussten sie sich noch in besonderer Weise reinigen, heiligen. Und sie konnten nur durch das Blut von unschuldigen (Tieren) in das Allerheiligste eintreten. Sonst waren sie ständig in der Gefahr zu sterben und bei ungehörigem Verhalten von Gottes Feuer verzehrt zu werden (3 Mose 10).

Die Wolken- und Feuersäule der Gegenwart Gottes spricht Bände. Sie zog von Anfang an und gut sichtbar vor den Israeliten her. Sie war für alle Israeliten da, die Gegenwart Gottes in seiner Herrlichkeit und Heiligkeit war bei ihnen. Aber sie ließ sich nicht auf nicht auf seinem ganzen Volk nieder. Die Wolken- und Feuersäule ließ sich immer nur auf dem Heiligtum nieder (2 Mose, 33, 9-10; 4 Mose 12, 5). Und wenn im Heiligtum der Gottesdienst in vollkommener Weise ausgeführt wurde und Gottes Wohlgefallen auf dem Dienst, der ihm dargebracht wurde, dann ruhte nicht nur die Wolke- und Feuersäule auf dem Heiligtum, sondern füllte auch seine Herrlichkeit das Heiligtum, dass kein Mensch mehr hineingehen konnte. (2 Mose 40, 34-35; 4 Mose 9, 15-23; 1 Kön 8, 11; 2 Chron 5, 14; 7, 2). Ja, wenn der Gottesdienst mit allen seinen Opfern voll erfüllt war und das Herz des Leiters und des Volkes ganz auf Gott ausgerichtet war, wenn alles so war, wie es sein sollte, dann fiel das Feuer Gottes auf das Opfer der Stiftshütte und des Tempels und verzehrte es (3 Mose 9, 24; 1 Kön 18, 38; 2 Chron 7, 1).

Wenn das Herz des Volkes Gottes und seiner Führer noch zwiegespalten war, wenn Gott nicht an allererster Stelle stand, wenn noch Götzendienst im Volk herrschte, dann kam das Feuer Gottes nie – und wenn, dann höchstens zum Gericht (4 Mose 16, 35; 3 Mose 10, 1-2). Und vergeblich riefen die Baalspriester eines Israels, das nach beiden Seiten hinkte, zu ihrem falschen Gott um Feuer (1 Kön 18, 26). Nur auf das wassergetränkte Opfer Elias (erst das Wasser, dann das Feuer), der dem Gott Israels Jahwe völlig nachgefolgt war, fiel das Feuer Gottes vom Himmel und verzehrte sein Brandopfer (1 Kön 18, 34-39).

Aufruhr, Rebellion, Sünde, Murren im Volk Gottes: Immer wieder brennt das Feuer Gottes und verzehrt Gottes Widersacher im Volk Gottes (5 Mose, 4, 24; 4 Mose 11, 1; 16, 35; Psalm 78, 63; Jes 9, 18; 2 Kön 1, 11-14; Hes 31, 37; Am 7, 4).

Nach der Landnahme wird Israel wegen seiner Sünden aus dem verheißenen Land vertrieben (Jer 38 + 39). Doch die Propheten verheißen Israel eine tiefe Reinigung und Heiligung (Jes 4, 4-6; Sach 12, 6). Dann endlich wird das Volk Gottes so leben, wie Gott es will. Und dann ist das Leben Israels vom Feuer der Heiligkeit Gottes geprägt. Gottes Feuer wird in Israel wie im Dornbusch brennen, ohne es zu verzehren. Gottes Feuer seiner heiligen Gegenwart wird Israel keinen Schaden mehr tun, denn es gibt nichts, was Gott noch richten müsste. Sondern Gottes heilige feurige Gegenwart in seinem Volk wird ein Schutz für sein Volk sein und nicht mehr Israel wegen seiner Untreue, sondern seine Feinde wegen derer Sünde verzehren (Jes 4, 5; 10, 17; Sach 2, 9).

Nur das, was geheiligt ist und ganz Gott gehört, wird unbeschadet das Feuer Gottes überstehen. So alle wahrhaft Gläubigen und alle unsere Werke, die in Gott getan sind, auf dem Grund Jesus Christus Gold und Silber aufbauen (Joh 15, 6; 1 Kor 3, 12; 2 Petr 3, 10-14). Der Tag Gottes wird es im Feuer offenbaren.

Und die Völker, die Gott nicht kennen, verbrennen. Angefangen bei Sodom und Gomorra (1 Mose 19,24), den Feinden Israels (Jes 10, 6; 26, 11; 33, 12; Jer 48, 45; 49, 27; 51, 58 etc.), bis hin zu allen Gottlosen (Psalm 11, 6). Wie Wachs zerschmilzt vor dem Feuer, so kommen Gottlose um vor Gott (Psalm 68, 3).

Angesichts unserer Sünden als Menschen ist eine Reinigung mit Wasser, das Mindeste, was wir brauchen, um vor Gott bestehen zu können (4 Mose 31, 23; Jes 1, 16, Joh 3). Aber nur wessen Schlacken und Unreinigkeiten durch Feuer gereinigt wurden (Jes 1, 25; 48, 10; Jer 9, 6; Mal 3, 2ff), ist so rein, wie Gott ihn haben will und machen kann. Keiner, der nicht durch Feuer vom Altar gereinigt ist, vermag in der direkten Gegenwart Gottes zu stehen, ohne zu vergehen wie Jesaja (Jes 6).

Aus all dem wird deutlich: Feuer kommt immer erst deutlich nach der Berufung Gottes und nach der ersten Reinigung durch Wasser. Feuer steht für die Heiligkeit Gottes, die wir erst auf unserem Weg als Glaubende erfahren. Und dieses Feuer verlangt einen gebührenden Abstand. Erst durch eine weitere, tiefere und völlige Reinigung wird das Volk Gottes in den Zustand und in die Lage versetzt, sich in der direkten heiligen Gegenwart Gottes aufzuhalten. Das ist ein zweites Geschehen nach der Wasserreinigung und Wiedergeburt durch Wasser und Geist: Die Taufe mit Feuer, die allen Christusnachfolgern verheißen ist.