Esther

© Heino Weidmann Hat Gott wirklich? gesagt – 95ThesenTeil2.de zu deinem Sieg über die Sünde durch Jesus Christus, Teil 1  Das Alte Testament – Einzelbuchbetrachtungen – Esther, epubli.de, 2021.

Esther

Das Buch Esther ist das einzige, bei dem der Name Gottes nicht genannt wird. Und doch sind Gott und sein Handeln an allen Enden sichtbar. Die Juden im Exil bekommen einen Widersacher – Haman. Der Jude Mordechai hatte sich aus Gottesfurcht nicht vor ihm verbeugt. Da hasst Hamann die Juden und will sie im ganzen persischen Reich vernichten. Durch eine wunderbare Vorsehung Gottes war die Jüdin Esther vorher zur Königswürde gelangt. Esther hört aber immer noch auf ihren gottesfürchtigen Oheim Mordechai. Dessen Integrität in Bezug auf den König gebraucht Gott, um schon in Zeiten des Friedens einen Ausweg aus der sich anbahnenden Krise zu liefern. Denn es kommt zum Showdown: Ein Tag der Vernichtung der Juden wird von Haman durch einen geschickten Schachzug beim Königs erwirkt und festgesetzt. Jetzt kann nur noch die Fürbitte Esthers beim König helfen. Das kann Esther das Leben kosten. Wie wird sie sich entscheiden?

Alle positiven Fügungen vorher und hinterher waren von Gott selber eingefädelt. Die gottesfürchtige Esther tut nach der Ermahnung Mordechais, was Menschen tun können: Sie wagt ihr Leben für Gott und für sein Volk. Mordechai und die anderen Juden hören ihrerseits auf Esther. Sie fasten und beten. Ein dreitägiges Fasten ohne Flüssigkeitsaufnahme ist lebensgefährlich. Wenig länger, und man verdurstet. So setzen sich allen voran Esther, aber auch die Juden in Susa mit ihrem Leben für das Überleben der Juden im persischen Reich ein. Sie erwarten alles und alleine von Gott und nicht von menschlicher Weisheit und Hilfsprogrammen. Sich machen sich völlig und allein von Gott abhängig und hoffen allein auf seine Gnade.

Und tatsächlich, der König streckt Ester das goldene Zepter entgegen. Gott gibt Ester Weisheit und Geduld. So kann Ester am folgenden Tag Fürbitte für ihr Volk beim König tun. Und sie findet Gnade in den Augen des irdischen Königs, wie zuvor in den Augen des himmlischen Königs. Mit Mordechai zusammen kann Ester die drohende Niederlage und Vernichtung der Juden nicht nur verhindern. Nein, Gott verwandelt die tödliche Bedrohung sogar in einen Sieg über die Feinde der Juden – und das nicht nur in der Hauptstadt Susa, sondern im ganzen persischen Reich.

Die Krise hatte begonnen, weil Mordechai Gott öffentlich mehr als jeden anderen Menschen ehren und ihn alleine fürchten und anbeten wollte. Und Gott verwandelt die böse Bedrohung in einen triumphalen Sieg. Wie? Weil Mordechai Gott fürchtete und Esther bereit war, das eigene Leben für Gott und sein Volk hinzugeben und sich völlig vor Gott zu demütigen und alles nur von ihm zu erwarten.

 

Segensspuren

  • Kompromisslose Gottesfurcht reizt die Feinde Gottes zum Zorn.
  • Die Bereitschaft, unser Leben für Gott und für sein Volk hinzugeben, ist der einzige Weg, der zum Leben für sein Volk führt.
  • Unser Glaube wird in der Krise auf seine Echtheit geprüft.
  • Unser Sieg ist der Sieg des Volkes Gottes und Gottes Ehre vor vielen Menschen. Dadurch wird der Name Gottes erhöht, erhoben und geheiligt werden.

 

Meine Beobachtungen